Verlagsprogramm


Band 68

Stadtbürgerlicher Eigensinn in der DDR?

DDR-Stadtjubiläen zwischen parteipolitischer Intention und kommunaler Selbstdarstellung

Autor(en) / Herausgeber
Daniel Fischer
Sprache(n)
Deutsch
Erscheinungsdatum
25,07.2022
Verarbeitung
Hardcover
Umfang
379 Seiten
ISBN
978-3-96023-479-1
Preis
55.00 €
Dokumente / Vorschau
Lieferstatus
lieferbar
Stadtbürgerlicher Eigensinn in der DDR?

Stadtbürgerlicher Eigensinn in der DDR?
Autor(en) / Herausgeber
Daniel Fischer
Sprache(n)
Deutsch
Erscheinungsdatum
25,07.2022
Verarbeitung
Hardcover
Umfang
379 Seiten
ISBN
978-3-96023-479-1
Preis
55.00 €
Dokumente / Vorschau
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lieferbar
Beschreibung
Seit Gründung der DDR griff die SED massiv in städtische Belange ein. Die Abschaffung kommunaler Selbstverwaltung sowie eine zentrale Bau-, Kultur- und Geschichtspolitik bedeuteten den offenen Bruch mit urbanen Traditionen. Städte, einst Orte bürgerlicher Selbstverwaltung, sollten nun in einer sozialistischen, antibürgerlichen Gesellschaft aufgehen. Das städtische Selbstverständnis und lokale Erinnerungsbestände erwiesen sich allerdings immer wieder als resistent gegenüber parteipolitischen Vorgaben. Deutungs- und Gestaltungsanspruch der Staatspartei waren in den historisch gewachsenen Städten nicht widerstandslos durchzusetzen. Besonders bei den in der Bevölkerung beliebten Stadtjubiläen, wo SED und Stadtgesellschaft ihre Werte und Normen gleichermaßen inszenieren wollten, trafen staatliche und städtische Bedürfnisse nach Selbstdarstellung direkt aufeinander.

Die Studie untersucht das Spannungsfeld von stadtbürgerlichem Eigensinn und absolutem Herrschaftsanspruch der SED vor dem Hintergrund der lokalen Jubiläumskultur in der DDR. Gefragt wird, inwiefern die Städte der Idee einer sozialistischen Gesellschaft folgten und ob kommunale Selbstdarstellung von Nähe oder von Distanz zur SED-Ideologie zeugte. Die Studie analysiert eine große Zahl von Fallbeispielen auch über Sachsen hinaus und erlaubt anhand der Untersuchung der Einflussnahme auf den jeweiligen Stadtraum valide Rückschlüsse auf das komplexe Herrschafts- und Gesellschaftssystem der DDR.
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Seit Gründung der DDR griff die SED massiv in städtische Belange ein. Die Abschaffung kommunaler Selbstverwaltung sowie eine zentrale Bau-, Kultur- und Geschichtspolitik bedeuteten den offenen Bruch ...
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Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde, Daniel Fischer, DDR, Feier, Erinnerungskultur, Kulturgeschichte